Fassadensanierung
in Nürnberg
Nürnberger Gründerzeitfassaden aus fränkischem Sandstein verlangen nach materialgerechter Behandlung — nicht nach Zementputz und Dispersionsfarbe. Wir restaurieren historische Fassaden so, dass sie nächsten 100 Jahren standhalten: mit WTA-konformen Verfahren, Kalkputz und denkmalschutz-kompatiblen Materialien.
Was wir bei der Fassadensanierung tun
Sandstein — das Nürnberger Material
Der fränkische Sandstein der Nürnberger Gründerzeithäuser (vor allem in Gostenhof, St. Johannis und Maxfeld) ist porös, kreidend und reagiert empfindlich auf saure Reinigungsverfahren und zementhaltige Mörtel. Falsche Sanierung beschleunigt die Zerstörung. Wir setzen auf bewährte Verfahren: chemiefreie Niederdruck-Dampfstrahlung, mineralische Injektionsmörtel und Kalkputz nach WTA-Richtlinie.
Typische Schäden an Nürnberger Gründerzeitfassaden
- Kapillare Feuchtigkeitsschäden durch fehlende Horizontalsperre im Sockelbereich
- Zementputz aus den 1970ern, der die Sandsteinoberfläche erhärtet und darunterliegende Schichten versiegelt
- Stuckverlust durch eindringende Feuchtigkeit hinter verstopften Tropfblechen
- Ausblühungen und Salzkrusten (Calciumsulfat) an der Sockelzone
- Rissbildung durch Setzungsbewegungen auf den Nürnberger Lössböden
- Biodeteriores (Algen, Moose, Flechten) an schattierten Nordfassaden
Unser Leistungsspektrum
Niederdruck-Dampfstrahlung ohne Chemie — entfernt biodeterminierten Bewuchs und Kreidungsschichten, ohne den Stein anzugreifen.
Ergänzung fehlender Sandsteinelemente mit materialkompatiblem Natursteinspezialmörtel (Trasszement).
Historische Putzflächen werden mit NHL-Kalkputz (natural hydraulic lime) 3,5 in historischer Kornstruktur wiederhergestellt — nicht Zementputz.
Abgefallener Stuck wird mit originalen Gips-/Kalkformeln rekonstruiert, aufwändige Ornamente per Abguss.
Hydrophobierung mit siliciumorganischen Verbindungen — atmungsaktiv, wasserabweisend, kreidungsarm.
Erneuerung der Tropfbleche, Anpassung der Entwässerung an historische Blechprofile.
Denkmalschutz & Behördenabstimmung
Für Fassaden in förmlich festgelegten Ensembles (Gostenhof, St. Johannis, Maxfeld) ist die Zustimmung der Unteren Denkmalschutzbehörde Nürnberg erforderlich. Wir übernehmen die komplette Abstimmung — von der Zustandsdokumentation über den Maßnahmenplan bis zur Abnahme. Erfahrung mit den informellen Anforderungen der Nürnberger Denkmalbehörde ist entscheidend.
Häufige Fragen zur Fassadensanierung
Fränkischer Sandstein hat eine hohe Kapillarporosität (ca. 20–35%) und eine geringe Druckfestigkeit. Zementputz wirkt als Dampfbremse — dahinter kondensiert Feuchtigkeit, der Stein zerbröselt. Deshalb: nur mineralische Putze, nur atmungsaktive Imprägnierungen.
Für Gebäude in förmlich festgelegten Ensembles (Ensemblebezeichnung im Denkmalschutz-Atlas Bayern) ist jede sichtbare Fassadenänderung genehmigungspflichtig — auch ein neuer Anstrich. Unser Team kennt die Ensembles in Gostenhof, St. Johannis und Maxfeld und weiß, welche Maßnahmen genehmigungsfähig sind.
Orientierungswert: 180–420 €/m² Fassadenfläche, je nach Schadensbild. Für ein typisches Gründerzeithaus (180 m² Fassade): 32.000–75.000 € brutto. Nach Förderung (KfW Denkmal + ggf. Sanierungsgebiet): 22.000–55.000 € netto.