Altbausanierung
Gostenhof
Gostenhof ist das Herzstück der Nürnberger Gründerzeit — und gleichzeitig das Quartier mit dem höchsten Denkmalschutz-Anteil in der Stadt. Sandstein-Fassaden, enge Straßen, Hofbebauung und ein Ensemble-Schutz, der jede Fassadenarbeit genehmigungspflichtig macht. Wir kennen Gostenhof wie unsere Westentasche.
Die Baubiographie von Gostenhof
Warum Gostenhof besonders ist
Gostenhof entstand als Arbeiterquartier der aufstrebenden Industriestadt Nürnberg. Die Bebauung besteht aus geschlossenen Gründerzeitblocks mit Hofbebauung — niedrige Mietwohnhäuser (2–4 Geschosse) aus fränkischem Sandstein, gebaut zwischen 1880 und 1914. Die Gustavstraße und umliegende Straßen bilden das Kernensemble mit Denkmalschutz-Status.
Das größte Problem: Fast alle Gostenhof-Häuser haben keine Horizontalsperre. Das Sandsteinmauerwerk saugt Bodenfeuchtigkeit kapillar auf — bis zu 1,5 m Höhe. In den meisten Kellern und Sockelzonen findet sich der typische Schimmel-Moos-Bewuchs. Hinzu kommen Zementputz-Schäden aus den 1970ern, die den Sandstein weiter schädigen.
Typische Schäden in Gostenhof
Was wir für Gostenhof-Objekte tun
Ensemble-Schutz in Gostenhof — was Sie wissen müssen
Die Gustavstraße und angrenzende Straßenabschnitte sind als Ensemble geschützt. Das bedeutet: Jede sichtbare Veränderung an der Fassade — Anstrich, Putz, Fensteraustausch, Solarthermie — erfordert Genehmigung der Unteren Denkmalschutzbehörde Nürnberg. Wir haben die Erfahrung und kennen die informellen Spielräume: Was wird genehmigt, was nicht, und wie begründet man einen Antrag richtig.
Städtebauförderung Gostenhof: Teile von Gostenhof sind als Sanierungsgebiet förmlich festgelegt. Das bedeutet städtische Zuschüsse für Modernisierungsmaßnahmen (bis 20% der Kosten, max. 50.000 € je Objekt). Mittel sind begrenzt — frühzeitig beantragen. Wir helfen bei der Antragstellung.