Keller-Trockenlegung
in Nürnberg
Feuchte Keller sind der häufigste Sanierungsfall in Nürnberger Gründerzeithäusern — und gleichzeitig der am meisten unterschätzte. Kapillar aufsteigende Feuchtigkeit im fränkischen Sandsteinmauerwerk ist nicht mit Dispersionsfarbe zu kaschieren. Wir setzen auf langjährig bewährte Verfahren: Horizontalsperren, mineralische Injektion, Sanierputz nach WTA-Richtlinie.
Feuchte Keller — das Nürnberger Hauptproblem
Warum Nürnberger Gründerzeitkeller besonders gefährdet sind
Die typischen Nürnberger Gründerzeithäuser (besonders in Gostenhof, St. Johannis und Maxfeld) haben eines gemeinsam: keine Horizontalsperre. Die Bauweise um 1900 kannte diesen Begriff noch nicht. Das Ergebnis: kapillar aufsteigende Feuchtigkeit im porösen fränkischen Sandstein, die bis zu 1,5 m Höhe aufsteigt und dort Schimmel, Ausblühungen und Bauschäden verursacht. Mit jedem Jahr, in dem nichts unternommen wird, schreitet die Durchfeuchtung weiter voran.
Typische Schadbilder
- Salpeter-Ausblühungen an Kellerwänden und Sockelmauerwerk
- Abblätternde Dispersionsfarbe im unteren Wandbereich
- Schimmelbildung hinter eingelagerten Kartons und Möbeln
- Estrichschäden und aufsteigende Feuchtigkeit in Kellerräumen
- Korrosion der Heizungsrohre durch permanente Feuchte
- Geruchsbelästigung und unnutzbare Kellerräume
- Wärmeverlust durch nasse Dämmung (falls vorhanden)
Unsere Verfahren zur dauerhaften Trockenlegung
Horizontalsperre durch Mauersägeverfahren
Das zuverlässigste Verfahren: Sägefräs-Kette schneidet eine saubere Fuge in das Mauerwerk, in die eine Edelstahl-Dichtungsbahn eingezogen wird. Dauerhaft, wartungsfrei, keine Chemie.
Horizontalsperre durch Bohrlochinjektion
Bohrungen im Spiralabstand (10–12 cm), Injektion eines silanbasierten Injektionsmittels (z.B. Remmers Körtec DB oder Drytech). Das Mittel reagiert im Mauerwerk zu einer wasserabweisenden Schicht.
Kombinationsverfahren (Sperre + Sanierputz)
Horizontalsperre (Injektion oder Säge) + mineralischer Sanierputz nach WTA-Merkblatt. Der Sanierputz ist hochporös und schafft eine schnelle Austrocknung der Wand — im Gegensatz zu Zementputz.
Außenabdichtung mit Drainage
Für Objekte mit drückendem Wasser von außen: Außenwandabdichtung mit kunststoffmodifizierter Bitumendickbeschichtung (KMB), Sickermatte und Perimeterdrainage. Aufwändiger, aber bei drückendem Wasser unerlässlich.
Was passiert nach der Trockenlegung?
Nach einer erfolgreichen Horizontalsperre und der Aufbringung von Sanierputz trocknet das Mauerwerk über einen Zeitraum von 6–18 Monaten aus — abhängig von Mauerwerksdicke und Feuchtigkeitsgrad. Wir dokumentieren den Trocknungsfortschritt mit Feuchtigkeitsmessungen und geben Ihnen eine realistische Einschätzung, wann der Keller wieder nutzbar ist. In der Zwischenzeit: der Sanierputz wirkt bereits — die Oberfläche ist trocken und schimmelfrei.
Häufige Fragen zur Keller-Trockenlegung
Nein — die Horizontalsperre stoppt das Aufsteigen neuer Feuchtigkeit, aber das bereits durchfeuchtete Mauerwerk muss austrocknen. Deshalb gehört zum professionellen System immer auch Sanierputz (WTA-konform), der die Feuchtigkeit aus dem Inneren der Wand an die Oberfläche ableitet, wo sie verdunsten kann.
Ja — bei Nürnberger Sandstein ist das Injektionsverfahren in der Regel die bessere Wahl, da Sägeketten den weichen Sandstein beschädigen können. Wir setzen in Gostenhof und St. Johannis fast ausschließlich auf die Injektionsmethode mit silanbasierten Mitteln. Das Ergebnis ist gleichwertig, aber materialschonender.
Orientierungswert: 8.500–22.000 € pauschal je nach Kellergröße und Feuchtigkeitsgrad. Ein typischer 45-m²-Gründerzeitkeller in Gostenhof (leichte Durchfeuchtung, Injektionsverfahren, Sanierputz): 12.000–18.000 €.
Kellerabdichtung und Innendämmung können über die KfW BEG Einzelmaßnahmen gefördert werden (15% Zuschuss). Bei Denkmalschutz-Objekten ist die Kombination mit §7i EStG möglich. Sprechen Sie uns an — wir prüfen die Fördermöglichkeiten kostenlos.